Donnerstag, 23. Mai 2013

Langzeittest: Nachtfrisur mit Snood

Was ist ein Snood?

Ein Snood ist eine Seidenhaube, welche die Haare vor unnötiger Reibung am Kopfkissen schützt und die langen Haare aus dem Weg hält. Mit wachsenden Längen wird Schlafen manchmal kompliziert:
Drauf liegen, hängen bleiben, sich halb erwürgen oder fürchterliche Knoten und Filz können einem das Aufstehen echt vermiesen.

Bisherige Schlaffrisuren:
- Ein lockerer Engländer wird von einigen Züchtern gern getragen, aber ich mag die Flechtwellen nicht und die Haarspitzen sind dabei hilflos gefesselt und reiben sich auf. Da hör ich richtig, wie die Spitzen im Schlaf abbrechen...
- Ein Keulenzopf ist besser, aber der Haargummi im Nacken ist unangenehm, da ich noch lange im Bett lese und die Spitzen sind auch hier schutzlos.
- Ein Cinnamon mit 2 Scroos schützt die Spitzen und produziert sehr schöne Wellen, aber drückt oft unangenehm am Hinterkopf. Und Babyhaare am Kopf werden aus der Menge gezerrt und stehen morgens wuschelig in alle Richtungen.

Im Dezember 2012 gab ich deshalb der unsexy Schlafhaube eine Chance und hab fast ein halbes Jahr täglich damit geschlafen. Hier nun ein Langzeittest-Bericht:

Vorteile Snood:
- Super bequem zum Schlafen!! Nichts drückt am Hinterkopf, niemand liegt drauf und nichts erwürgt mich.
- Aufstehen, Snood abziehen und WOW. Wunderschönes, seidiges Haar. Könnte sofort losziehen, im Snood verpackt kommt nichts durcheinander. Kämmen ist fast nicht mehr nötig.

Nachteile Snood:
- Schlafpartner muss sehr tolerant und gelassen sein. Sexy ist was anderes, aber mein toller Verlobter hat nie gemeckert und unser Sexleben hat es nie behindert ;)
- Platter Ansatz, Volumen gleich Null - wobei ich eh nie welches hatte.
- Schnelleres Nachfetten am Stirnansatz.

Letzteres war nach einem halben Jahr der Knackpunkt. Meine Feen fetten eh schon schneller nach als andere und irgendwann wars mir einfach zu extrem. :( Wenn mein Gesicht schon am 1. Tag von fettigen Haaren umrandet wird, ist das gemein.

Ich erklär mir das Nachfetten so:
1) Der Snood liegt auf meiner Stirn und saugt da nächtlich einiges an Fett auf, speichert das und überträgt es auf die Haare.
2) Werden die Haare ja auf die Kopfhaut gedrückt und nehmen dort auch nochmal Fett auf.

Meine Stirn und Gesichtshaut ist leider nicht staubtrocken und fettet schnell nach. Regelmässiges Snood waschen half leider nichts. Den Fettkranz sieht man auf diesem Bild sehr gut:

Hab das Nachfettproblem einige Monate ignoriert und erst nicht mit dem Snood in Verbindung gebracht (oder eher gehofft, es ist was anderes) - aber Anfang Mai hab ich dann doch aufgegeben und ein paar Nächte ohne Snood probiert.
Ergebnis: weniger fettiger Stirn-Schläfen-Ansatz. :(

Echt schade. Die Haare wurden vom Snood ideal geschützt, es war sehr bequem damit zu schlafen und die Längen waren morgens sehr seidig.
Aber was bringen mir tolle Längen, wenn das Gesicht fettig umrandet ist? Ich trag in der Arbeit 100% hochgeduttet und im Alltag auch viel - da sieht man meist nur den Oberkopf.

Für alle nicht-Feen: ein Snood ist toll und solltet ihr probieren!! Viele Züchter haben kein Nachfettproblem und wäre der nicht, würd ich ihn weiter benuzen!

Welche Nachtfrisuren empfehlt oder benutzt ihr?

Meine neue Nachtfrisur stelle ich euch in den nächsten Tagen vor! :)
Meine Pflegeroutine muss ich auch auf der jeweiligen Seite aktuallisieren wie im Post neulich.

Kommentare:

  1. Ich bin ein totaler Fan von zwei seitlichen Engländern, das Aussehen ist zwar...*hust*..., aber es ist sehr bequem! Wegen den Flechtwellen...Vielleicht probierst Du mal Kordelzöpfe? Die dürften doch die gleichen Wellen wie ein Chinnamon erzeugen?
    LG,
    Aschblondine

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  2. Ha, jetzt funktioniert das ja! :-) (mit dem Kommentieren)

    Na, dann bin ich ja mal gespannt, was deine Lösung geworden ist.

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  3. Meine Nachtfrisur schaut folgendermassen aus: Pferdeschwanz, die längen in den Zopf und unten nochmals ein kleines Gummi rein. Wenn ich aber am selben Tag gewaschen habe, gehe ich mit offenen Haaren ins Bett.

    Bis vor ein paar Wochen habe ich aber immer mit offenen Haaren geschlafen, aber mit zunehmender Länge wurde das manchmal mühsam.

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