Samstag, 17. Oktober 2015

Low Carb Brötchen

Hallo ihr Lieben!

Die letzten Wochen kreisten mein Gedanken um Stoffwechseltypen und auch Diabetes und die Vorbeugung dieser Krankheit. Es ist erschreckend wie weit verbreitet sie ist und wie gut und einfach man sie eigentlich mit der richtigen Ernährung vorbeugen oder in den Griff bekommen könnte.
Was viele nicht wissen ist, dass bei Diabetes nicht nur der herkömmliche Zucker und Süßigkeiten ein Problem sind - sondern Zucker in jeder Form. Und Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln, Reis usw. sind nichts anderes als Zucker. Eine Ideale Ernährungsweise wäre also Low Carb = weniger Kohlenhydrate!
Gleichzeitig ist Low Carb eine sehr gute Möglichkeit abzunehmen für den endomorphen Stoffwechseltyp. Sehr gut eingelesen habe ich mich in das Thema noch nicht, aber von den Kurzbeschreibungen her sehe sowohl meinen Mann als auch mich als Endomorph (vllt auch ein Mix aus Mesomorph und Endomorph). Ich nehme sehr schnell zu und nur schwer ab - bzw. nahm ich rasant ab, als ich auf Brot und Nudeln verzichtete.

Normales Brot gibt es in unserem Haushalt ja schon lange nicht mehr, da ich von Weizen und Co wenig halte und so nebenbei auch Gluten aus dem Weg gehen kann. Für den Notfall und kleine "Brotgelüste" hatten wir immer Reiswaffeln zu Hause. Aber genau diese kamen bei meinen Diabetesnachforschungen sehr schlecht weg (hebt wohl den Blutzuckerspiegel sehr schnell sehr hoch). Also musste ein Low Carb Rezept her!
Ich habe ein Rezept online als Basis hergenommen und
ein bisschen abgewandelt für mehr Geschmack.

Zutaten:
300g geschrotete Leinsamen
5 Eiweiß
2 ganze Eier
4 EL Olivenöl
1 TL Tomantenmark
1 1/2 TL Backpulver
1 TL Brotgewürze (zB von Alnatura)
1 Schuss Wasser
Körner und/oder Mohn als Verzierung oben drauf


Mein Muffinbackblech ist sehr praktisch, weil die Form stabil bleibt.

Zubereitung:
5 Eier trennen und das Eiweiß davon mit den 2 ganzen Eiern zu einer schaumigen Masse verrühren. Die trockenen Zutaten zusammen mischen und abwechseln mit etwas Wasser, dem Olivenöl und dem Tomatenmark zur Eiermasse dazugeben und verrühren.
Der Teig wird natürlich nicht so knetbar wie normaler Brotteig, aber lasst euch davon nicht irritieren! Die Teigmasse könnt ihr jetzt in eine kleine Kastenform (15cm lang) geben, oder wie ich in Muffinformen. Dann bekommt ihr Brötchen :) Darüber noch verschiedene Körner oder auch Mohn, ganz wie ihr wollt.

Bei 180°C Umluft backen lassen. Mit Muffinsförmchen reichen 15 Min (macht den Holzstäbchentest!), für die Kastenform werden wohl die 30 Min nötig sein (muss ich erst ausprobieren).

Nachteil ist, dass 5 Dotter übrig bleiben, aber mein Mann bekommt dann einfach ein leckeres Omlett zu den noch warmen Brötchen.


Wirklich aufgehen tut der Teig nicht, man kann die Formen also ruhig gut auffüllen. Vielleicht liegt das daran, dass ich anstatt der gemahlenen Leinsamen einfach geschrotete nehme? Einfach weil sie günstiger sind und die Brötchen auch so sehr lecker schmecken.
Schon beim Backen stand ich jammernd in der Küche und hatte mega Neid auf meinen Mann. Da ich mich momentan rein vegan ernähren möchte, sind die sehr eierlastigen Brötchen nichts für mich. Aber sie haben soooo gut geduftet!! War eine super Idee das Alnatura Brotgewürz reinzumischen! Und ich bin ehrlich: ich hab ein Brötchen gegessen und sie haben so gut geschmeckt wie vorher geduftet!

Momentan teste ich noch Abwandlungen für eine vegane Variante, aber der erste Versuch war nicht so zufriedenstellend. Sobald ich die richtige Mischung oder Idee habe, bekommt ihr das Rezept!

Backt ihr auch selber Brot?
Versucht ihr auch Low Carb zu kochen/lesen/leben?
Kennt ihr ein gutes Brotrezept, das vegan und glutenfrei ist? Aber gleichzeitig ohne Weizen usw.? Also nur mit anderen Alternativen wie Leinsamen, .. mit Hirse- oder Haferfocken/mehl vllt?
Habt ihr euch schon mal mit den Stoffwechseltypen auseinander gesetzt? Was seid ihr? Und welchen Schluss oder Erkenntnis zieht ihr aus diesem Wissen?

Kommentare:

  1. Vielen Dank für das Rezept. Ich werde es an meine Mutter weiterleiten, die Diabetes hat und gerade den Versuch wagt, ihre ernährung auf Low Carb / High Fat umzustellen. Ich selbst hab Low Carb nur mal zum Abnehmen probiert, bin aber an der mangelnden Unterstützung durch meinen damaligen Partner gescheitert.
    Bei MEnschen mit Diabetes sehe ich die gefahr, dass viele übergewichtig sind und in der Kombination oft noch Probleme mit dem Herz haben. Bei der Umstellung auf zB LC/HF verliert man aber anfangs viel Wasser, was sich auf beide Krankheiten auswirkt. Das muss ärztlich eng überwacht werden, damit es durch die ja meist genommenen Medikamente nicht zu Problemen kommt.

    Mit Stoffwechseltypen hab ich mich noch nicht auseinandergesetzt und habe das auch nicht vor. Meiner Meinung nach können die Menschen da nicht so gravierend unterschiedlich sein - außer in der Umsetzung der allgemeinen Erkenntnisse zur Ernährung und den eigenen Gewohnheiten bzw wie gern/leicht man sich selbst veräppelt und das nicht durchzieht. Aber das ist nur meine Erfahrung.
    Ich bin froh, jetzt mit jemand zusammen zu sein, der eine ähnliche Einstellung zur Ernährung hat wie ich und mit dem meine Gewohnheiten und Vorlieben übereinstimmen. Das erleichtert viel.

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    1. Einen Partner zu haben, der offen für neues ist - ist echt Gold wert! Es keinen einen sehr einbremsen, wie du leider selbst erfahren musstest. Toll das dein neuer Partner hier aufgeschlossen oder auf der gleichen Wellenlänge ist :)

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  2. Hallo Lenja :)
    Bin schon eine Weile stille Mitleserin hier und dein Artikel hat meine besondere Aufmerksamkeit erregt da ich genau das habe, was du eventuell brauchen könntest.. Nämlich ein Rezept für ein sehr gutes, vollwertiges Brot, das einen nach 2-3 Scheiben gut sättigt und glutenfrei ist. Meine Mutter backt schon seit ich sie kenne selber Brot, bin also mit selbstgemachtem Brot aufgewachsen, dieses Rezept hier ist relativ neu und hat sie von einer Bekannten, sie hat es schon mehrere Male (mit Erfolg) ausprobiert, ich stelle es hier einfach mal rein, falls es jemanden noch interessieren würde:
    150 gr Flocken nach wahl (Hafer, Hirse o. Buchweizen)
    135 gr Sonnenblumenkerne
    90gr Leinsamenmehl
    65gr Haselnüsse / Mandeln, gemahlen oder in Stücke
    2 Eßl. Chiasamen
    4 Eßl. Flohsamenschalenpulver
    350 ml Wasser
    1 Eßl Xylit (Birkenzucker)
    3 Eßl. Kokosöl geschmolzen
    ein halber Teelöffel Salz
    Die Zutaten kann man natürlich auch nach Belieben ändern, bzw manche weglassen.
    Zutaten zu einem Teig verarbeiten, mit nassen Händen formen, in eine mit Backpapier ausgelegter Form geben und 8-10 Stunden (!!) ruhen lassen (einziger Nachteil); danach 30 min auf 180° Umluft backen, aus der Form(mit Papier)nehmen und 30 min(evtl. auch ein wenig länger) ohne Form backen.

    Viel Spaß :)

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  3. Ich würde aufpassen bei solchen Aussagen die klingen wie "dies oder jenes ist die einzig wahre Ernährweise". Jeder Körper ist anders. Sogar innerhalb von den von dir genannten Stoffwechseltypen (es gibt nämlich noch andere Typologien, deren Basis der Stoffwechsel ist, aber die nicht anhand Zunahmemustern und Fettverteilung einteilen). Es gibt auch die Leute, die High Carb propagieren und deren Argumente ebenso schlüssig klingen wie jene der Low Carb Anhänger.
    Was funktioniert, ist von Körper zu Körper unterschiedlich und es wär ja seltsam, wenn alles nur an einem einzigen Faktor hängen tät.

    Ich zum Beispiel bin wohl mesomorph glaub ich. Ich nehme sehr schnell zu und sehr schnell ab. Kohlenhydrate machen mich sehr lange satt und zufrieden. Low Carb heißt im Umkehrschluss natürlich auch High(er) Fat. Mir wird von Fett schnell schlecht. Zum Griechen Essen gehen ist mein absoluter Alptraum. Wie ich ein Kind war, gabs noch keine Halbfettmilch - meine Mutter musste mir die Vollmilch für den Kakao immer mit Wasser verdünnen, weil mir sonst schlecht wurde. Meine Mutter hat immer schon sehr fettarm gekocht (uns wär sonst eh allen nur schlecht geworden). Meine Schwester hat nach mehreren Gallenkoliken die Galle rausoperiert bekommen. Die Gallenflüssigkeit (die allerdings in der Leber gebildet wird) ist ja die, die für die Fettverdauung zuständig ist.
    Meine Schlussfolgerung ist daher, dass mein Körper nur ganz wenig Fett möchte. Genauso wie ich einfach durch Achtsamkeit (ach, dieses Nervwort) weiß, dass ich Weizen und glutenreiche Speisen, und auch Milchprodukte in mittleren und höheren Mengen nicht so super vertrage.

    Ich weiß dass du das nur unglücklich formuliert hast. Aber ich würde höllisch aufpassen mit solchen Aussagen. Auch wenn dus in einem Buch gelesen hast. Ernährung ist glaube ich eins der meistdiskutiertesten und trotzdem verwirrendsten Themen die so im Netz herumschwirren.
    Medizin und Ernährung sind stark von den Lobbies und Großkonzernen umkämpfte Gebiete. Zu jeder Studie gibt es eine Gegenstudie. Nur weil eine Studie etwas aussagt, heißt das nicht, dass es auch (universell) stimmt. Oft genug werden Ergebnisse von Journalisten auch einfach falsch gedeutet - vor allem wird eine viel fixere Aussage reingedichtet, als die Wissenschaftler eigentlich schreiben.
    Mein Kopf ist langsam sehr müde von all den Ernährungsreligionen. Mich nervt der heutige Selbstoptimierungszwang, der letztendlich ja nicht immer den Menschen selbst hilft, sondern dem Staat und der Wirtschaft, damit die Arbeitskraft maximiert wird - ohne dass sie selber was dafür tun müssen. Aber das ist eine andere Geschichte.
    Pass mir bitte einfach nur auf mit solchen Aussagen. Es ist ok, wenn du sagst, laut Buchautor XY oder Studie YZ stehen nicht nur Zucker, sondern auch alle anderen Kohlehydrate im Verdacht, Diabetes auszulösen. Aber so ist es unglücklich formuliert.
    Ich hör ja schon auf mit dem Gemaule.

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  4. Oje hab ich das so seltsam und krass formuliert?! War mir gar nicht bewusst. oO
    Ich bin auch niemand, der sich streng nach einer einzigen Ernährungs-Religion ernährt. Dass sowas nicht funktioniert (für mich?) habe ich sehr schnell gemerkt. Und ich denke ich habe auch schon oft hier erwähnt, dass ich aus vielen Ernährungslehren meine eigene Ernährung zusammen gemixt habe. Viele Lehren habe sehr schlüssige und gute Argumente, manche widersprechen sich, manche kommen auf den gemeinsamen Nenner. Manche sind sehr interessant, aber nicht umsetzbar weil der eigene Körper nicht so funktioniert (so wie ich das teils sehr positiv beworbene Eiweiß aus Eiern mir furchtbare Schmerzen zufügt).
    Ich wollte mich jetzt nicht Low Carb ernähren und dafür voll Fett reinhauen - oder meinem Schatz dazu bringen. Reiswaffeln fallen nur weg, weil es sein kann (!), dass es den Blutzuckerspiegel stark aufputscht - und mein Mann war eh nie 100% glücklich mit Reiswaffeln und vermisste Brot. Ein Low Carb Brot ist hier für mich eine gute Lösung für ihn.

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